Trainerwechsel aus beruflichen Gründen
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- Veröffentlicht am Montag, 04 April 2011 21:00
- Geschrieben von Ralph Strobl

Michelfeld präsentiert Ziegler-Nachfolger für neue Saison
Roland Ziegler (43), Spielertrainer des ASV Michelfeld in der Kreisklasse 4 Erlangen/Pegnitzgrund, wird zum Saisonende seine Tätigkeit beenden. Die Verantwortlichen der Auerbacher Vorstädter haben nun einen Nachfolger als Trainer gefunden, der den Verein gut kennt, da er vor etlichen Jahren bei den Gelb-Blauen erfolgreich als Spieler aktiv war.
Der in Krottensee bei Neuhaus a. d. Peg. wohnhafte Karl-Heinz Friede (45) gehörte zur „glorreichen“ Meistermannschaft des ASV Michelfeld, die 1995/96 von der damaligen A-Klasse Pegnitzgrund in die Bezirksliga Mittelfranken Nord aufstieg. Der stets mit vollem Einsatz und Leidenschaft für den Fußballsport agierende Mittelfeldspieler absolvierte für den ASV von 1994 bis 1997 insgesamt 90 Spiele (88 in der Ersten Mannschaft, zwei in der Zweiten Mannschaft). Zuvor spielte er für den FC Vorbach (1970 bis 1987/88, 1989/90 bis 1993/94 in der früheren A-Klasse) und für den damaligen ASV Auerbach (1988/89 mit dem Aufstieg von der BOL in die Landesliga). Nach seiner Michelfelder Zeit war er von 1997 bis 1999 als Spielertrainer beim SV Neuhaus (1997/98 Aufstieg in die Kreisklasse) und 1999 bis 2002 beim TSV Velden (1999/2000 Aufstieg in die Kreisklasse) ebenfalls gleich erfolgreich. Nach einem Jahr Pause folgte von 2003/04 bis 2008/09 ein längeres Engagement als Trainer der A-Junioren des SV Neuhaus in der Kreisliga. Nach einer Saison schöpferischer Auszeit übernahm er 2010/11 das Traineramt der F2-Junioren des SV Neuhaus, wo sein Sohn kickt.
Roland Poerschke (44), neben Thomas Gsell (33) einer der beiden Abteilungsleiter des ASV Michelfeld, kennt den neuen ASV-Trainer aus seiner aktiven Zeit beim FC Kaltenbrunn (Spielkreis Amberg/Weiden), als er selbst gegen Friede (damals beim FC Vorbach) spielte. Der noch immer aktive Gsell spielte mit Friede 1995 bis 1997 in einer Mannschaft.
Hoher Identifikationsfaktor
„Er kennt unseren Verein. Da er mehrere Jahre Jugendarbeit beim SV Neuhaus gemacht hat, verfügt er über das Verständnis, was die Jungen brauchen“, meinte Poerschke, der auf der Suche nach einem passenden Trainer war, der die vielen jungen und hoffnungsvollen Talente im ASV-Kader richtig motivieren und vorwärts bringen kann. Zudem ist Friede seit 2007 in Besitz der C-Lizenz, kann somit eine entsprechende fachliche Qualifikation vorweisen. Auf die Frage, ob der ASV Michelfeld nun wieder in Richtung Bezirksliga durchstarte und nach vier Jahren Kreisklasse eine Aufbruchstimmung erzeugt werden könne, meinte Friede: „Ich denke, dass wir in den nächsten zwei Jahren die Kreisliga angreifen werden. Wir müssen erst versuchen, dass die älteren Spieler wie Thomas Gsell oder Jürgen Born weiterspielen und dass wir alle jungen Spieler in die Reihe bekommen. Das Hauptaugenmerk wird sein, die jungen Talente wie Lucas Starostzik oder Michael Gradl wieder mit einzubinden. Wir müssen uns Ziele setzen“.
Roland Ziegler hatte bereits zur Winterpause den Michelfelder Verantwortlichen signalisiert, dass er aus beruflichen Gründen (Arbeitszeiten im Schichtbetrieb, auch am Wochenende) das Amt des Spielertrainers nicht mehr so ausüben könne, wie er gerne wollte.
Deshalb schaute sich die ASV-Abteilungsleitung in den letzten Monaten nach einem geeigneten Nachfolger um und kam in den letzten Tagen nun zu einem Vertragsabschluß mit Friede.
Bis zum letzten Spieltag alles geben
„Wir danken Roland Ziegler für seine gute Arbeit sowie für seine angenehme Art der Kooperation mit allen Verantwortlichen des Vereins und bedauern seinen Abschied aus den bekannten und nachvollziehbaren Gründen. Der ASV Michelfeld wünscht ihm für die Zukunft alles Gute und dass er bei entsprechender zeitlicher Verfügbarkeit wieder einen Trainerposten übernehmen kann“, so die Abteilungsleitung.
Für einen Sportsmann wie Roland Ziegler ist es selbstverständlich, dass er sich bis Saisonende (bis zum letzten Spiel zu Hause gegen den TSC Pottenstein am 5. Juni sind es noch insgesamt zehn Spiele) im Rahmen seiner zeitlichen Möglichkeiten zu 100 Prozent als Trainer und Stand-By-Spieler engagieren wird. Schließlich hat der Auerbacher in einem Presse-Gespräch in der Winterpause noch ehrgeizig als Saisonziel formuliert, dass man „vorne dranbleiben“ wolle und möglichst den erreichten guten dritten Tabellenplatz zur Winterpause in etwa halten möchte („Platz drei bis fünf“). Aktuell ist der ASV Achter, fünf Punkte hinter dem Dritten und vier Punkte hinter dem Fünften.






