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Spielbericht: Starke Michelfelder gewinnen Derby beim Tabellenführer

Oberpfälzer hätten zur Halbzeit höher führen können – Kreisliga-Absteiger schaffte nur zwei Anschlusstreffer – intensives Match bei frühlingshaften 15 Grad Celsius – in der Vorrunde siegte der ASV Pegnitz vor 190 Zuschauer in Michelfeld 0:2, letzte Sieg von Michelfeld I beim ASV Pegnitz I war vor 48 Jahren

Kreisklasse 5 Erlangen/Pegnitzgrund, Herren
16. Spieltag
Sonntag, 8. März 2026, 15 Uhr:
ASV Pegnitz – ASV Michelfeld 2:3 (1:2)
Der gastgebende Spitzenreiter (eine hohe Niederlage, drei hohe Siege und drei Neuzugänge in der Winterperiode), der bisher alle seine sieben Heimspiele für sich entschied, bot 17 Spieler auf – darunter mit Julian Kirak und Jannik Bernt zwei von drei Neue, es fehlten Marius Kuhn (zweite Mannschaft), Winter-Zugang Luca Feiler, Andreas Oberst (verletzt) und Sidney Schoberth. Der Nachbar aus der Oberpfalz mit dem gleichen Vereins-Vornamen trat mit 15 Kicker an – inklusive Winter-Neuzugang Louis Schnoy (vom Kreisligisten SC Kirchenthumbach), aber ohne die drei Stammkräfte Manuel Lehner, Paul Gropp (beide noch im Urlaub) und Daniel Meier (krank).

Die hochmotivierten Gäste starteten mutig und furios, gingen durch den schnellen überdurchschnittlichen Offensivspieler Nicolas „Usain“ Christl per Doppelschlag mit 0:2 in Führung (nach dem ersten Eckball per Abstauber am Fünfer hoch unter die Latte/3., nach einem flachen Steckpass und einem Spurt dann halbrechts im Sechzehner technisch elegant ins lange Eck/8.) und verpassten bei mindestens zwei guten Chancen (Nicolas Christl über das Tor/30., Leon Haberberger halblinks in der Box flach den Torhüter anschießend/31.) das Ergebnis bis zur Pause noch zu erhöhen. Die Heimelf tat sich gegen den defensiv gut verteidigenden und offensiv stets gefährlichen Gegner schwer und erzielten erst drei Minuten vor der Halbzeit nach einem Eckball per Abstauber-Schuss von Lukas Kürzdörfer das 1:2.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie vor einer beachtlichen Zuschauerkulisse intensiv mit einigen Gelben Karten, nach zwei vergebenen Chancen (Nicolas Christl aus halbrechter Position Richtung kurzes Eck an das Außennetz/65., Leon Haberberger von der Strafraumgrenze mit Parade von Heim-Keeper Maximilian Cieslik/67.) stellte Michelfeld durch einen sehenswerten 20-Meter-Schuss von Jannik Friedl in den linken oberen Winkel auf 1:3 (72.), aber nur eine Minute später verkürzte nach einer Nachlässigkeit der Gäste der eingewechselte Nico Strobel mit seinem sechsten Saisontor auf 2:3. In der Schlussphase plus langer Nachspielzeit hatte Michelfeld noch drei gute Chancen (unter anderem wehrte Maximilian Cieslik einen Schuss von Nicolas Christl ab/79.) und der Tabellenführer hätte in einem beiderseits kämpferisch starken aber spielerisch insgesamt nicht berauschenden Derby beinahe noch den Ausgleich markiert (Co-Spielertrainer Yannick Podgur, der neun Saisontore auf seinem Konto hat, zielte frei halblinks in der Box flach haarscharf am langen Eck vorbei/90.). Fazit: Der ASV Pegnitz wurde in der Anfangsphase von der Spielweise der speziell motivierten Gäste überrascht und fand lange Zeit kein probates Mittel, den Rückstand und somit das Spiel noch zu drehen – die beiden Tore resultierten eher aus Fehler beziehungsweise Unkonzentriertheiten der Michelfelder. Der ASV aus der Oberpfalz, der mit seiner „Ersten“ erst ein Mal in seiner 80-jährigen Vereinsgeschichte bei der „Ersten“ der Schulstädter gewann (vor rund 48 Jahren am 19. April 1978 mit 1:3) holten sich verdient drei Punkte und sind jetzt wieder gut im Rennen um den begehrten Relegationsplatz Zwei – bei nur zwei Zähler Rückstand und noch einem Nachholspiel zu Hause. In den restlichen neun Spielen geht es unter anderem um das Thema Konstanz.

Der ASV Pegnitz (weiterhin mit 32 Punkten Erster, nun fünf Zähler vor dem Zweiten SV Gößweinstein) gastiert am Sonntag, 15. März um 15 Uhr beim Sechsten TSC Pottenstein (19). Der neue Vierte ASV Michelfeld (25) erwartet bereits am Samstag, 14. März um 15 Uhr den Siebten SG FC Wichsenstein/SV Bieberbach (17) zu einem Nachholspiel.

SR: Adrian Zwickert (Bayreuth, SV Poppenreuth, Gruppe Bayreuth). Bezirksliga-Referee, 26 Jahre.
Zuschauer: 240 (A-Platz). Anwesende, einzeln gezählte Personen nach 31 Spielminuten. Die offizielle Angabe lautet 164.
Tore: 0:1 (3.) Nicolas Christl, 0:2 (8.) Nicolas Christl, 1:2 (42.) Lukas Kürzdörfer, 1:3 (72.) Jannik Friedl, 2:3 (73.) Nico Strobel.
Besondere Vorkommnisse: Die Nachspielzeit betrug in der ersten Halbzeit 3:01 Minuten und in der zweiten Halbzeit 6:59 Minuten.

Gelbe Karten: Schilling, Redel, Thiem (alle ASV Pegnitz); Metschl, Betreuer Siegfried Sattler in der Coaching Zone, Rieger, Akdemir (alle ASV Michelfeld).

Torchancenverhältnis: 3:8 (zur Halbzeit: 1:4).
Eckballverhältnis: 7:3 (zur Halbzeit: 5:1).

ASV Pegnitz (in Klammern: Auswechslungen mit Rückwechsel): Cieslik – Lenk (68. Thiem), Kürzdörfer, Kirak, T. Schilling (78. S. Gräf), J. Steger, Podgur, Bernt (82. M. Diallo), K. Graf (61. Strobel), F. Redel, N. Mösch (27. P. Rieß). Nicht eingesetzt: D. Krause (ETW).

ASV Michelfeld (in Klammern: Auswechslungen mit Rückwechsel): Sattler – Metschl (73. Akdemir), Schwendner, M. Zerreis, L. Ficarra (46. Hofmann), Rieger, N. Christl (89. Haberberger), J. Friedl, Haberberger (68. Schnoy), J. Schäffner, S. Zitzmann. Nicht eingesetzt: Popp (als Feldspieler und ETW).

(obl)
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Im Beitragsbild:
Nicolas Christl erzielte am Sonntag für den Kreisklassisten ASV Michelfeld zum 2:3-Derby-Sieg beim Tabellenführer ASV Pegnitz die ersten beiden Gäste-Tore.

Der Kurzbericht ist tagesaktuell seit Sonntag, 18.30 Uhr auf der Vereins-Website des ASV Michelfeld online zu lesen.

Eine Bildergalerie mit 38 Fotos rund um das Spiel ist zeitnah seit Sonntag, 20 Uhr hier zu besichtigen (Fotos: Ralph Strobl).

Der ausführliche Spielbericht (inklusive komplette Statistik) wurdr dieses Mal erst am Montag, 12 Uhr hier veröffentlicht.

Altersdurchschnitt 1. Mannschaft ASV Michelfeld am Sonntag, 8. März 2026, 15 Uhr zum Auswärtsspiel beim ASV Pegnitz:
# Startelf (elf Spieler, 20 bis 30 Jahre, der Älteste war Simon Schwendner/Jahrgang 1995 mit 30 Jahre): 23,9 Jahre.
# Mannschaftsaufgebot (15 Spieler, 20 bis 31 Jahre, der Älteste war Devit Akdemir/Jahrgang 1994 mit 31 Jahre): 24,6 Jahre.

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